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Natur

Bild © J. Heine
© J. Heine

Die Botschaft der Natur lautet: "Erhaltet eure Umwelt, nehmt euch im gestressten Alltag die Zeit zum Innehalten und zum aufmerksamen Wahrnehmen der Schönheit der Schöpfung!"

Schwalben brauchen unsere Hilfe

Mehl- und Rauchschwalben sind die beiden Schwalbenarten, die jährlich in den Sommermonaten bei uns brüten. Häufig kommt es bis zu drei bis vier Brutfolgen in einer Saison. So sind in Gädebehn in einem Holzstall

  • 2017 57,
  • 2018 45,
  • 2019 42 junge Rauchschwalben ausgeflogen.

Wenn die ersten Schwalben im Frühjahr, etwa im April, aus dem Süden zu uns kommen, dann ist der Frühling nicht mehr weit.  Beide Schwalbenarten finden nur noch wenige Nistmöglichkeiten. An den Häusern unter den Dächern werden sie fern gehalten und in Stallanlagen werden sie angeblich als Überträger von Krankheiten durch ihren Kot auch nicht geduldet. Schwalben sind aber keine Überträger von Krankheiten! Ganz im Gegenteil: Sie halten von uns Menschen und den Tieren lästige Blutsauger fern.

Ende September beginnt der Zug der Schwalben, über Frankreich und Spanien in die warmen Gefilde von Afrika. Bis zu 4000 km legen sie dabei zurück. Täglich schaffen sie dabei bis zu 400 km. Dann machen sie Rast in ausgedehnten Schilfgürteln, bevor es den nächsten Tag weiter geht. Da die Schwalben auf ihrem Zug immer weiter in die wärmeren Regionen fliegen, nehmen sie die Insektennahrung während ihres Fluges auf.

Im Volksmund sind die Schwalben wahre Glücksbringer. Sie halten unliebsame Wetterkapriolen von uns fern. Zumindest für die Region Crivitz trifft das zu!

Was können wir tun, um den Schwalben zu helfen?

  • Schwalben sind an menschliche Siedlungen gebunden. Der NABU unterstützt unsere Aktionen mit einer Tafel „Schwalbenfreundliches Haus“.
  • An glatt geputzten Wänden neuer Häuser kann keine Schwalbe ihr Nest anbringen. Die Schwalben brauchen ein Stück rauhe Wand. Ein Kotfangbrett darunter angebracht, schützt die Hauswand vor Verschmutzung.
  • Auf landwirtschaftlichen Höfen, in privaten Schuppen und Ställen im Sommer immer ein Fenster für die Schwalben öffnen.
  • Lehmpfützen während der Trockenheit feucht halten, um den Schwalben Baumaterial zu geben. Jürgen Heine