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Kirchliche Einrichtungen

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Plate

Pastor/Ansprechpartner:
Bernd Klaas
Strörstraße 1
19086 Plate

Tel: (03861) 20 28
Fax: (03861) 30 29 857
E-Mail: plate(at)elkm.de

Homepage: www.kirche-plate.de

Umfassende Orte: Plate (Kirche), Consrade (Kirche) und Peckatel (Kirche).

Die Kirchen in der Gemeinde Plate

Die Kirche in Consrade

In einem Kirchenvisitationsprotokoll aus dem Jahr 1534 wurde die kleine Kirche schon erwähnt. Wegen Geldmangel sollte 1780 die baufällige Kirche statt renoviert, abgerissen werden.

Die Kirche ist ein im Jahr 1831 renovierter Fachwerkbau und stellt einen ungeteilten und flach gedeckten Raum dar, der im Osten aus dem Achteck geschlossen ist und von stillosen viereckigen Fenstern erleuchtet wird. Sie hat keinen Turm, statt dessen steht ein hölzerner Glockenturm mit einer Glocke auf dem Kirchhof. Erst nach 1968 wurden umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt wie: Erneuerung von Fenster , Türen und Fußboden, das komplette Dach und der Dachstuhl. Die Einrichtung der Kirche bietet zu Bemerkungen keinen Anlass, jedoch fällt auf, dass auf dem Altar neben einem Krucifixus zwei andere aus Holz geschnitzte, ungefähr 1 m hohe Figuren aufgestellt sind, welche einem alten gothischen Triptychon entnommen zu sein scheinen, nämlich der Evangelist Johannes mit dem Kelch und die heilige Maria mit dem Kinde. 

Bei der Überprüfung des Glockenstuhles der Kirche in Consrade durch Fachleute wurde festgestellt, dass die Kirchgemeinde Plate einen wahrhaften Schatz besitzt, die Glocke. Die für die kleine Kirche bemerkenswert große Glocke wurde im mittleren 16. Jahrhundert, vermutlich im Jahre 1543, gegossen, also 9 Jahre nach der Ersterwähnung der Kirche in einem Kirchenvisitationsprotokoll im Jahre 1534. An der Glocke befinden sich zahlreiche Ornamente, Lilien und die Verkündigungsszene des Engels an Maria sowie die Markenzeichen des Glockengießers. Sie hängt wahrscheinlich noch am zum Originalbestand gehörenden Holzjoch aus dem 16. Jahrhundert. Auch der Klöppel ist vermutlich noch der Originalklöppel, gleichfalls wurden alte Teile eines früheren Glockenstuhles verwendet. Der Wert der Glocke in EURO lässt sich schwer bestimmen, doch als Kulturgut unserer Kirche und auch der Gemeinde Plate ist sie unersätzlich.
Die zweite, kleinere Glocke von 0,77 m Durchmesser ist 1874 von P. M. Hausbrandt in Wismar aus einer älteren, die ohne Inschrift war, umgegossen worden und wurde 1916 im ersten Weltkrieg eingeschmolzen.

Die Kirche in Peckatel

In den Kirchenvisitationsprotokollen von 1534 und 1541 wird Peckatel noch nicht  mit einer Kapelle aufgeführt, wohl aber schon 1596. Die Kapelle muss also zwischen 1541 und 1596 gegründet sein. Die Kapelle ist ein Fachwerkbau. Sie hat einen im Westen vorgebauten schmalen Turm, der sich nur wenig über den First des Kapellendaches erhebt und mit einem Satteldach geschlossen ist. Die Einrichtung der Kapelle ist eher unbedeutend. Altar und Kanzel stammen aus der klassizierenden Zeit vom Ende vorigen und Anfang dieses Jahrhunderts. Am Altar zwei Bilder, das Abendmahl und darüber die Auferstehung, beide angefertigt von dem Zimmermann Stahl in Peckatel. Als Kanzelschmuck finden wir die Bilder des Heilandes und der vier Evangelisten; am Beichtstuhl die Bilder von Moses und Johannes dem Täufer.Im Turm die Glocken, welche zur Zeit des Großherzogs FRIEDRICH FRANZ II. und des Pastors G. A. FR. KLIEFOTH von Ed. Albrecht in Wismar umgegossen sind. Die Vorgängerin der einen von beiden Glocken hatte eine Inschrift; dazu ein Giesserzeichen, das einem aufgerichteten Pfeil gleich sah, an dessen unterem Ende sich schräg links ein Dolch mit der Spitze anschloss.

Die Kirche in Plate

Das Kirchenlehn scheint von Anfang an in der Hand des Landesherren gewesen zu sein. Nach Ausweis der Kirchenvisitation von 1534 sind es die beiden Herzöge Heinrich und Albrecht, die 1518 den Johann Flomhelt zum Kirchherrn von Plate, Banzkow und Consrade berufen und durch den Probst zu Schwerin einsetzen lassen. Nachdem schon 1709 ein Diebstahl in der Kirche zu Plate stattgefunden, den angeblich zwei Juden, eine Jüdin und ein Christin zusasmmen verübt hatten, die nachher in Weitendorf gefasst wurden (die beiden Weiber wurden enthauptet, der ältere Jude gerädert und der jüngere gehängt), erfolgten später in der Zeit von 1725 bis 1731 nicht weniger als sieben Einbrüche mit Diebstahl, davon vier in Consrade, zwei in der Plater und einer in der Banzkower Kirche.

Die Kirche zu Plate ist ein neugothischer Bau (1848 - 1849). In Folge einer Feuersbrunst hat sie seit 1874 keinen Turm mehr. Ihre Glocke hängt in einem besonderen Glockenstuhl auf dem Kirchhof. Der Altar-Aufsatz enthält ein Bild vom Maler Pommerencke (Christus in Gethsemane, 1862). Der alte Altar-Aufsatz, ein guter spätgothischer Schnitzschrein, steht in einer Seitenkammer der Kirche. Beide Glocken, die eine von 0,94 m, die andere von 0,77 m Durchmesser, sind laut Inschrift aus dem Metallgut von eroberten französischen Geschützen, die der Patron der Kirche, Grossherzog FRIEDRICH FRANZ II., schenkte, sowie aus dem von der großen Feuersbrunst des Jahres 1874 geschmolzenen Metall der beide älteren Glocken vom Glockengiesser Albrecht in Wismar gegossen worden.
Im Jahr 2001 wird das komplette Traufpflaster der Kirche zum Teil ausgebessert und neu verfugt.


www.kirche-plate.de

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