Pressemitteilung 21.08.2017: Teileinziehung Pinnow/Muchelwitz

Aufgrund großer Aufregung und der Berichterstattung in den letzten Tagen wegen der Aufstellung der Verkehrsschilder zur Tonnagebegrenzung auf 7,5 t an der Gemeindeverbindungsstraße Pinnow/Muchelwitz gibt das Amt Crivitz ergänzende Erläuterungen:

Hintergrund der Aufstellung von Verkehrsschildern zur Begrenzung der Tonnage durchfahrender Kraftfahrzeuge auf 7,5 t ist der langjährige Wunsch der beiden betroffenen Gemeinden Crivitz und Pinnow, den Durchgangsverkehr mit schweren Fahrzeugen auszuschließen. Hierzu wurden in den letzten Jahren immer wieder Anträge an den Landkreis gestellt, die entweder abgelehnt oder wegen Aussichtslosigkeit zurückgezogen wurden.

Nach intensiver Beratung, entsprechendem Antrag und in der Folge vom Landkreis erlassener All-gemeinverfügung wurde nun das kleine ca. 280 m lange Teilstück zwischen Pinnow und der Ortsla-ge Muchelwitz für Fahrzeuge über 7,5 t gesperrt, dies ist eine sog. Teileinziehung.
Obwohl dies in den Gemeindevertretungen öffentlich diskutiert und in der Gemeindevertretung Pinnow einstimmig beschlossen wurde, die beabsichtigte Teileinziehung beim Landkreis und im Amt öffentlich ausgelegen hat (s. Bekanntmachung vom 08.07.2016) wurden in keinem Verfahrensschritt Einwände erhoben. Die Allgemeinverfügung des Landkreises hat der Kreisbauernverband bereits im März des Jahres erhalten. Umso überraschender sind jetzt die Äußerungen des Kreisbauernverbandes und einiger, weniger Landwirte.

Zwei Landwirte haben dabei im besonderen Maße Stellung bezogen. Was insoweit verwundert, als ein Landwirt zugleich auch Gemeindevertreter in Pinnow ist und insofern bestens über die Absichten der Gemeinden Pinnow und Crivitz informiert gewesen sein müsste. Der andere Landwirt ist kein Anlieger an dem betroffenen Teilstück der Gemeindeverbindungsstraße und nutzt diese also ganz offensichtlich für den nicht gewollten Durchgangsverkehr. Darüber hinaus wurde dieser Landwirt vom Amt Crivitz auf die kommende Sperrung im August schriftlich vorab hingewiesen. Eine Reaktion darauf erfolgte ebenfalls nicht. Insoweit kann das Amt Crivitz die jetzige Empörung nicht nachvollziehen.

Auch der zwischenzeitlich aus der Gemeinde Pinnow erhobene Vorwurf, der Beschluss der Gemeinde vom 31.05.2016 sei nicht entsprechend umgesetzt worden, ist zurück zu weisen. Er lautet:
„Es wird drauf hingewiesen, dass für Ortsansässige und Landwirte mit vorhandenen Ackerflächen
die Grundstückszufahrt aus Pinnow kommend bis Muchelwitz gesichert ist.
Beschluss: Die Gemeinde Pinnow beschließt in ihrer Sitzung am 31.05.2016 den Antrag auf Teilein-ziehung des Muchelwitzer Weges in der Gemarkung Pinnow, Petersberg Flur 1, Flurstück 56 zu fas-sen: Die Straße soll vom Ortsausgang Pinnow bis zum Ortseingang Muchelwitz für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt werden.“
An dem teileingezogenen Stück kann aufgrund der Topographie kein Anlieger auf seinen Acker fahren, es ist also bis Muchelwitz kein Anlieger betroffen. Ein Schild „Anlieger frei“ würde also niemandem helfen.

Nach allem wurde dieser Beschluss vom Amt Crivitz exakt eins zu eins umgesetzt.
Betroffen sind diejenigen Landwirte, die von Pinnow kommend in Muchelwitz auf ihre Felder fahren wollen und der Durchgangsverkehr.

Für die in Muchelwitz anliegenden Landwirte und deren Beauftragte sichert das Amt Crivitz ein schlankes Verfahren zur Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zu.

Wie am Dienstag, den 15.08.17 in der Gemeindevertretung Pinnow vereinbart, haben sich die Bür-germeister der anliegenden Gemeinden, Frau Brusch-Gamm (Crivitz) und Herr Zapf (Pinnow) mit einem Landwirt und dem Amt kurzfristig zusammen gesetzt. Im Ergebnis dieser konstruktiven Beratung wurden entsprechende Lösungen gefunden.

Ausnahmegenehmigungen können diejenigen bekommen, die in der Ortslage Muchelwitz Felder bestellen und von Pinnow anfahren müssen. Dies betrifft die überschaubare Zahl von höchstens 5 Landwirten.

 

H. Isbarn
Amtsvorsteherin

nach oben