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Tiergehege - Genehmigung

Allgemeine Informationen

Tiergehege sind dauerhafte Einrichtungen, in denen Tiere wild lebender Arten außerhalb von Wohn- und Geschäftsgebäuden während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden und die kein Zoo im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) sind.

Die Errichtung und der Betrieb von Tiergehegen hat nach besonderen Anforderungen zu erfolgen, vgl. § 43 Abs. 1 BNatSchG.

Die Errichtung, Erweiterung, wesentliche Änderung und der Betrieb eines Tiergeheges sind der zuständigen unteren Naturschutzbehörde mindestens einen Monat im Voraus anzuzeigen. Diese kann die erforderlichen Anordnungen treffen, damit die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Sie kann darüber hinaus die Beseitigung eines Tiergeheges anordnen, wenn nicht auf andere Weise rechtmäßige Zustände hergestellt werden können.

Rechtsgrundlagen

§ 43 Bundesnaturschutzgesetz

Erforderliche Unterlagen

entsprechend der gesetzlichen Anforderungen

Voraussetzungen

gemäß § 43 Abs. 1 - 3 Bundesnaturschutzgesetz - Tiergehege

(1) Tiergehege sind dauerhafte Einrichtungen, in denen Tiere wild lebender Arten außerhalb von Wohn- und Geschäftsgebäuden während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden und die kein Zoo im Sinne des § 42 Absatz 1 sind.

(2) Tiergehege sind so zu errichten und zu betreiben, dass

1. die sich aus § 42 Absatz 3 Nummer 1 bis 4 ergebenden Anforderungen eingehalten werden,
2. weder der Naturhaushalt noch das Landschaftsbild beeinträchtigt werden und
3. das Betreten von Wald und Flur sowie der Zugang zu Gewässern nicht in unangemessener Weise eingeschränkt wird.

(3) Die Errichtung, Erweiterung, wesentliche Änderung und der Betrieb eines Tiergeheges sind der zuständigen Behörde mindestens einen Monat im Voraus anzuzeigen. Diese kann die erforderlichen Anordnungen treffen, um die Einhaltung der sich aus Absatz 2 ergebenden Anforderungen sicherzustellen. Sie kann die Beseitigung eines Tiergeheges anordnen, wenn nicht auf andere Weise rechtmäßige Zustände hergestellt werden können. In diesem Fall gilt § 42 Absatz 8 Satz 2 und 3 entsprechend.

Kosten

Anordnungen gemäß § 43 Absatz 3 Satz 2 und 3 Bundesnaturschutzgesetz:
Rahmengebühr in Höhe von 60 bis zu 900 EUR abhängig von der Komplexität der Entscheidung, dem entstandenen Verwaltungsaufwand und dem Wert und der Bedeutung, welche die Anordnung für den Adressaten hat

Verfahrensablauf

Anzeigeverfahren - Einzelheiten sind im § 43 Bundesnaturschutzgesetz geregelt

Bearbeitungsdauer

abhängig von der Komplexität des Verfahrens

Fristen

keine

Formulare

keine

Zuständige Stelle

untere Naturschutzbehörden

Ansprechpunkt

untere Naturschutzbehörden

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V

Fachlich freigegeben am

26.06.2019

Teaser

Tiergehege sind dauerhafte Einrichtungen, in denen Tiere wild lebender Arten außerhalb von Wohn- und Geschäftsgebäuden während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden und die kein Zoo im Sinne des BNatSchG sind.