Zuwendungsbestätigung

Allgemeine Informationen

Falls Sie Ihrer Gemeinde, Verein oder einer anderen Einrichtung eine Geld- oder Sachspende zukommen lassen, können diese Körperschaften eine Zuwendungsbestätigung ausstellen, wenn sie dazu berechtigt sind und die Zuwendung zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke bestimmt ist.

Zuwendungen (Spenden und Mitgliedsbeiträge) zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke können unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer abgesetzt werden. Ausführliche Informationen zum Thema „Zuwendungsbestätigungen“ finden Sie auf der Internetseite des Steuerportals M-V unter den Merk- und Informationsblättern zu „Verein und Ehrenamt“ und den entsprechenden Broschüren, Flyern sowie Merkblättern.

Erforderliche Unterlagen

Die Nachweise der Zuwendungen sind auf Verlangen der Finanzbehörde vorzulegen.

Voraussetzung für die Anerkennung einer Zuwendung durch das Finanzamt ist grundsätzlich, dass der Zuwendende die förmliche (von einer zeichnungsberechtigten Person unterschriebene) Zuwendungsbestätigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster oder in bestimmten Fällen einen vereinfachten Nachweis gem. § 50 Abs. 4 bis 6 EStDV erhalten hat.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen reicht als Nachweis eine maschinell erstellte Zuwendungsbestätigung ohne eigenhändige Unterschrift, wenn der Verein die Nutzung eines entsprechenden Verfahrens dem zuständigen Finanzamt angezeigt hat. Aufwandsspenden sind auf dem Bestätigungsmuster für Geldzuwendungen zu bescheinigen.

Für diejenigen, die ihre Angelegenheiten vorzugsweise auf elektronischem Wege erledigen wollen, also nicht nur Zuwendende, sondern auch die Zuwendungsempfänger, besteht zusätzlich unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Angaben über die Zuwendung an das Finanzamt nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz elektronisch zu übermitteln oder übermitteln zu lassen. Eine Pflicht des Zuwendungsempfängers, diese Daten elektronisch zu senden, besteht aber nicht.

Vereinfachter Nachweis

In bestimmten Fällen - z.B. Spenden zur Hilfe in Katastrophenfällen - wird als vereinfachter Nachweis für eine Spende an Stelle einer förmlichen Zuwendungsbestätigung auch der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts anerkannt (vgl. § 50 Abs. 4 EStDV).

Dieser vereinfachte Nachweis gilt beispielsweise auch für Zuwendungen bis zu 200 Euro (je Zuwendung) an einen gemeinnützigen Verein, wenn ein von dem Verein hergestellter Zahlungsbeleg verwendet wird, auf dem die Angaben über die Anerkennung des Vereins als gemeinnützige Körperschaft sowie der Verwendungszweck der Zuwendung aufgedruckt sind und angegeben ist, ob es sich bei der Zuwendung um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt.

Aus der Buchungsbestätigung müssen Name und Kontonummer oder ein sonstiges Identifizierungsmerkmal des Auftraggebers und des Empfängers, der Betrag, der Buchungstag sowie die tatsächliche Durchführung der Zahlung ersichtlich sein.

Bei ausländischen Zuwendungsempfängern wird auf das BMF-Schreiben vom 16.05.2011 (BStBl I 2011, 559) verwiesen.

Voraussetzungen

Wer Zuwendungen leistet, kann diese nur dann von der Steuer absetzen, wenn er vom Zuwendungsempfänger grundsätzlich eine ordnungsgemäße Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster erhalten hat. Einzelheiten zur Verwendung der verbindlichen Muster für Zuwendungsbestätigungen ergeben sich aus dem BMF Schreiben vom 07.11.2013 (BStBl I S. 1333).

Formulare

Die amtlich vorgeschriebenen Muster stehen im Internet unter www.formulare-bfinv.de bzw. einige Muster mit dem o.a. BMF-Anwendungsschreiben vom 07.11.2013 (BStBl I S. 1333) im Steuerportal M-V zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Hinweise

Werden die Unterlagen zum Nachweis der Zuwendung von der Finanzbehörde nicht angefordert, sind sie vom Zuwendenden ein Jahr lang nach Bekanntgabe der Steuerfestsetzung aufzubewahren (sog. Belegvorhaltepflicht) § 50 Abs. 8 EStDV.

Fachlich freigegeben durch

Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

27.11.2018
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