Kraftfahrzeug - Zulassung für 100km/h Kombinationen

Allgemeine Informationen

Abweichend von § 18 Absatz 5 Nummer 1 der Straßenverkehrs-Ordnung beträgt auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen die zulässige Höchstgeschwindigkeit auch unter günstigsten Umständen für Personenkraftwagen mit Anhänger und für sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 t mit Anhänger, für Kraftomnibus-Anhänger-Kombinationen jedoch nur, wenn der Kraftomnibus mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 t als Zugfahrzeug eine Tempo 100 km/h-Zulassung nach § 18 Absatz 5 Nummer 3 der Straßenverkehrs-Ordnung hat, 100 km/h, wenn

  1. das Zugfahrzeug mit einem automatischen Blockierverhinderer ausgestattet und die zulässige Gesamtmasse des Anhängers <= X mal Leermasse des Zugfahrzeugs ist.
  2. im Falle einer nachträglichen Berichtigung der Fahrzeugpapiere des Anhängers ein amtlich anerkannter Sachverständiger oder Prüfer oder ein Prüfingenieur einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation mit einem Formblatt, einen Vorschlag für die Berichtigung nach § 13 Absatz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung einen mitzuführenden Nachweis erstellt und bestätigt, dass die Voraussetzungen dieser Verordnung vorliegen.
  3. die nach Landesrecht zuständige untere Verwaltungsbehörde auf der Grundlage einer Bestätigung mit einem Eintrag in die Fahrzeugpapiere des Anhängers, die zulässige Höchstgeschwindigkeit einer Kombination unter Berücksichtigung der Bedingungen dieser Verordnung von 100 km/h bescheinigt;
  4. die von der nach Landesrecht zuständige untere Verwaltungsbehörde  ausgegebene und gesiegelte Tempo-100 km/h-Plakette an der Rückseite des Anhängers angebracht ist.

Erforderliche Unterlagen

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein/ZB I)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief/ZB II)
  • im Falle einer nachträglichen Berichtigung der Fahrzeugpapiere des Anhängers die Bestätigung eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer oder eines Prüfingenieurs einer Prüforganisation über das Vorliegen der technischen Voraussetzungen und dass dem Verfügungsberechtigten ein Informationsblatt für die Einhaltung der Bedingungen ausgehändigt worden ist

Voraussetzungen

Der Anhänger muss die in der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO genannten technischen Voraussetzungen erfüllen.

Kosten

Für die Änderung der nationalen oder internationalen Fahrzeugpapiere oder -bescheinigungen wegen Änderung persönlicher oder technischer Daten oder Unbrauchbarkeit oder Verlust einschließlich Erteilung einer Betriebserlaubnis sowie Fahrzeugidentitätsprüfung (Geb.-Nr. 225) fallen Gebühren an. Diese Gebühr erhöht sich bei der Ausstellung einer Zulassungsbescheinigung Teil I um 0,90 Euro. Somit fallen 11,10 Euro an Gebühren an.

Für die Berichtigung der Erfassungsunterlagen für das ZFZR in anderen Fällen (Geb.-Nr. 125) fallen Gebühren in Höhe von 0,60 Euro an.

Bei Verwendung von Klebesiegeln (Geb.-Nr. 235) erhöhen sich die Gebühren je Klebesiegel um 0,30 Euro.

In der Summe fallen 12,00 Euro an Gebühren an. Darin sind die Kosten für die Ausstellung der Bestätigung des aaSoP nicht enthalten.

Verfahrensablauf

Bei der nach dem Wohnort oder Betriebssitz zuständigen Fahrzeugzulassungsbehörde beantragt der Halter oder Eigentümer, dass in die Zulassungsbescheinigung Teil I des Anhängers der Eintrag vorgenommen wird, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit einer Kombination unter Berücksichtigung der Bedingungen der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO 100 km/h beträgt. Des Weiteren legt er der Zulassungsbehörde eine große Tempo-100 km/h-Plakette vor, deren Ausführung sich nach § 58 Abs. 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung bestimmt. Die Zulassungsbehörde überprüft die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben zum Fahrzeug und zum Halter. Im Falle einer nachträglichen Berichtigung der Fahrzeugpapiere des Anhängers lässt sich die Zulassungsbehörde ein von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer oder von einem Prüfingenieur einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation ausgefülltes Formblatt übergeben, in dem dieser bestätigt, dass die technischen Voraussetzungen 9. Ausnahmeverordnung zur StVO vom Anhänger erfüllt werden und dem Verfügungsberechtigten ein Informationsblatt für die Einhaltung der Bedingungen ausgehändigt worden ist. Auf der Grundlage dieser Bestätigung ergänzt die Zulassungsbehörde die ZB I, berichtigt die Fahrzeugregister und gibt dem Antragsteller die Tempo-100 km/h-Plakette zurück, die von ihr gesiegelt wurde. Die gesiegelte Tempo-100 km/h-Plakette ist an der Rückseite des Anhängers anzubringen.

Bearbeitungsdauer

Erfüllt nachweisbar der Anhänger die in der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO genannten technischen Voraussetzungen, wird nach Bearbeiten des Antrags die gesiegelte Tempo-100 km/h-Plakette von der Zulassungsbehörde ausgegeben und der Vorgang ist beendet.

Fristen

Es sind keine Fristen zu beachten.

Formulare

Die Ausführung der großen Tempo-100 km/h-Plakette bestimmt sich nach § 58 Abs. 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Das Formblatt, mit der aaSoP oder PI bescheinigt, dass die technischen Voraussetzungen vorliegen, ist vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Verkehrsblatt bekannt gemacht worden.

Weiterführende Informationen

Die Ausführung der großen Tempo-100 km/h-Plakette bestimmt sich nach § 58 Absatz 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Bei allen Veränderungen, die dazu führen, dass insbesondere der Anhänger den Anforderungen der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO nicht mehr entspricht, richtet sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit nach der Straßenverkehrs-Ordnung.

Hinweise

Bei allen Veränderungen, die dazu führen, dass insbesondere der Anhänger den Anforderungen der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO nicht mehr entspricht, richtet sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit nach der Straßenverkehrs-Ordnung.

Zuständige Stelle

In Mecklenburg-Vorpommern nehmen die Landräte und die (Ober)Bürgermeister der kreisfreien Städte und großen, kreisangehörigen Städte für ihr Gebiet die Aufgaben einer Zulassungsbehörde wahr. Im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung sind für die Überwachung des technischen Zustands der Fahrzeuge zuständig, für die ein Kennzeichen ihres Bezirks zugeteilt oder ausgegeben wurde.

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

21.08.2018
Zurück zur Übersicht
nach oben