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Förderung von Vermarktungsmaßnahmen für Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse beantragen

Allgemeine Informationen

Gegenstand der Zuwendung

Gefördert werden können zum Beispiel:

  • Maßnahmen zur Erschließung neuer Märkte und die Verbesserung der Bedingungen für das Inverkehrbringen, insbesondere einschließlich von
    - Arten mit Vermarktungspotential,
    - unerwünschten Fängen aus kommerziell genutzten Beständen,
    - mit umweltfreundlichen Methoden gewonnenen Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen
     
  • Maßnahmen für die Förderung der Qualität und des Mehrwertes durch Unterstützung
    - der Zertifizierung und die Förderung von nachhaltigen Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen sowie von umweltfreundlichen
      Verarbeitungsmethoden,
    - der Aufmachung und Verpackung der Erzeugnisse,
    - der direkten Vermarktung von Fischereierzeugnissen durch Küstenfischer und Küstenfischerinnen,
    - von Beiträgen zur Rückverfolgbarkeit von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen und gegebenenfalls die Entwicklung eines Umweltzeichens der
      Union für Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse,
    - der Organisation regionaler, nationaler oder transnationaler Kommunikations-Absatzförderungskampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit,
      hinsichtlich nachhaltiger Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse. Diese Maßnahmen dürfen nicht auf Handelsmarken ausgerichtet sein.
    - der Planungsleistungen im Zusammenhang mit förderfähigen Investitionen.

Zuwendungsempfänger 

Zuwendungsempfänger können natürliche und juristische Personen, wie beispielsweise Fischer und Fischerinnen der Binnen- oder der Küstenfischerei, Fischereigenossenschaften, Erzeugerorganisationen und Vereinigungen von Erzeugerorganisationen (Fischer und deren Organisationen) für Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse, entsprechende Handelsunternehmen sein. 
Im Rahmen der Direktvermarktung von Fischereierzeugnissen können nur Küstenfischer und Küstenfischerinnen berücksichtigt werden.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln der europäischen Gemeinschaft (Europäischer Meeres- und Fischereifonds EMFF) und Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommerns.
Die Förderung erfolgt im Rahmen der Projektförderung als Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen Ausgaben.
Die zuwendungsfähigen Ausgaben je Vorhaben müssen mindestens EUR 5.000 betragen.

Fördersätze

Nach der FischFöRL MV kann ein Zuschuss gewährt werden:

  • nach Nummer 3.4.2.1 Buchstabe a, b und c von bis zu 25 Prozent
  • nach Nummer 3.4.2.2 Buchstabe a und c von bis zu 25 Prozent
  • nach Nummer 3.4.2.2 Buchstabe b von bis zu 49 Prozent
  • nach Nummer 3.4.2.3 und 3.4.2.4 von bis zu 49 Prozent.

Planungsleistungen im Zusammenhang mit förderfähigen Investitionen können bis zu einer Höhe von 15 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben gefördert werden.

Rechtsgrundlagen

Voraussetzungen

Zuwendungsempfänger müssen ihren Geschäfts- und Betriebssitz in Mecklenburg-Vorpommern haben. Es darf gegen sie kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden sein.
Bei Einbettung in größere Unternehmensstrukturen darf das Gesamtunternehmen nicht mehr als 250 Beschäftigte und nicht mehr als EUR 50 Millionen Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von nicht mehr als EUR 43 Millionen (KMU) aufweisen.

Vorhaben zur Organisation regionaler, nationaler oder transnationaler Kommunikations- und Absatzförderungskampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltiger Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse dürfen nicht auf Handelsmarken ausgerichtet sein.

Der Zuwendungsempfänger muss eine ordnungsgemäße Geschäftsführung nachweisen.

Die Zuwendung setzt voraus, dass die Liquidität des Zuwendungsempfängers und die Rentabilität des Vorhabens durch die Zuwendung nachhaltig gesichert erscheinen.

Die zuwendungsfähigen Ausgaben je Vorhaben müssen mindestens EUR 5.000 betragen. 

Bei Vorhaben privater Investoren muss das Eigenkapital an der zu fördernden Investition mindestens 10 Prozent betragen.

Bei förderfähigen privaten Investitionen von mehr als EUR 5 Millionen ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer zu bestätigen.

Sofern die auf die Bauinvestition entfallene Zuwendung (ohne Ausstattung) EUR 500.000 überschreitet, ist durch die fachlich zuständige technische staatliche Verwaltung eine baufachliche Prüfung durchzuführen.

Zuwendungen werden grundsätzlich nur für solche Vorhaben bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten. Bei Baumaßnahmen gelten Planung, planungsbezogene Bodenuntersuchungen, Grunderwerb und Herrichten des Grundstücks (vergleiche DIN 276 Kostengruppe 210) nicht als Beginn des Vorhabens, es sei denn, sie sind alleiniger Zweck der Zuwendung. Die Bewilligungsbehörde kann auf Antrag die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn erteilen, soweit dies durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V zugelassen wird.

Die Inanspruchnahme anderer Fördermittel für den gleichen Zweck ist nicht zulässig.

Der Zuwendungsempfänger muss je Auftrag mindestens drei vergleichbare Angebote schriftlich einholen. Sollte es keine drei Anbieter geben, so ist nachzuweisen, welche Recherchen durchgeführt wurden. Es ist zu begründen, warum es keine Alternativen gibt.

Preisdarstellungen aus dem Internet oder während eventueller Messebesuche ermittelte Preise gelten dabei nicht als Angebote.
Wird bei der Einholung nicht extra auf andere Zuschlagskriterien hingewiesen, ist der Preis das entscheidende Kriterium. Das heißt, der Zuwendungsempfänger ist an das preisgünstigste Angebot gebunden bzw. die Höhe der Fördermittel wird auf Grundlage des preisgünstigsten Angebotes berechnet.
Sollte von diesem Grundsatz abgewichen werden, ist eine ausreichende Begründung erforderlich. Eine langjährige Geschäftsbeziehung gilt beispielsweise nicht als ausreichende Begründung.

Sofern es bei einem Angebot zu Nachbesserungen kommt, ist den anderen Anbietern ebenfalls die Möglichkeit der Nachbesserungen einzuräumen.

Kosten

keine

Verfahrensablauf

Ein Förderantrag kann bei der Bewilligungsbehörde gestellt werden. Letzter Termin ist der 30.04.2023.

Das Investitionsvorhaben muss spätestens zwei Jahre nach der Bewilligung abgeschlossen sein.

Der Endtermin für die Auszahlung der Zuwendung für das Vorhaben ist der 31.07.2023.

Bewilligungsbehörde:

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V
Referat 560
19048 Schwerin

Fristen

Letzter Termin für die Antragstellung ist der 30.04.2023.
Das Investitionsvorhaben muss spätestens zwei Jahre nach der Bewilligung abgeschlossen sein.
Der Endtermin für die Auszahlung der Zuwendung für das Vorhaben ist der 31.07.2023.

Formulare

Zuständige Stelle

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt
Referat 560
19048 Schwerin

Ansprechpartner:
Kay Schmekel
Tel.: +49 385 588-6560
E-Mail: k.schmekel@lm.mv-regierung.de

Sabine Buchholz
Tel.: +49 385 588-6568
E-Mail: s.buchholz@lm.mv-regierung.de

Vertreter:
Eik Sperling
Tel.: +49 385 588-6567
E-Mail: e.sperling@lm.mv-regierung.de

Ansprechpunkt

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt
Referat 560
19048 Schwerin

Ansprechpartner:
Kay Schmekel
Tel.: +49 385 588-6560
E-Mail: k.schmekel@lm.mv-regierung.de

Sabine Buchholz
Tel.: +49 385 588-6568
E-Mail: s.buchholz@lm.mv-regierung.de

Vertreter:
Eik Sperling
Tel.: +49 385 588-6567
E-Mail: e.sperling@lm.mv-regierung.de

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

04.02.2022